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Freitag, 29. Mai 2020

#009 Manga - Wer bist du zur blauen Stunde?




Titel(Deutsch)Wer bist du zur blauen Stunde?
Titel(Englisch)Our dreams at dusk
AutorYuhki Kamatani
VerlagCarlsen
GenreSlice-of-Life/LGBT/Coming-of-Age
Bände4(abgeschlossen)
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

Als Tasukus Klassenkameraden auf seinem Handy Schwulenporno finden, streitet er ab schwul zu sein, doch die anderen hören nicht auf ihn zu mobben. Er hat Angst davor sich als schwul zu outen, denn dann könnte das Mobbing noch schlimmer werden.  Deshalb entschließt er sich dazu Suizid zu begehen. Als er dieses in die Tat umsetzen möchte beobachtet er eine Frau, die einfach aus dem Fenster sprang. Als er in das Gebäude rennt um Hilfe zu holen entdeckt er die Frau, der es aber augenscheinlich gut geht. Diese erklärt ihm, dass es sich hier um einen Treffpunkt für Leute wie ihn handelt. Und genau dort lernt er dann auch mit seinen Problemen umzugehen.


Review

#1. Band: 

Dieser Manga setzt sich sich mit wichtigen Themen wie Homophobie und Suizid auseinander. In BL-Manga wird das ja oft geschönt und so getan als wäre das kein großes Problem in Japan, dabei ist das Gegenteil der Fall. Und genau das wird hier schonungslos dargestellt, die Diskriminierung von LGBT-Leuten und was das auch psychisch bei diesen für Auswirkungen hat. Es ist auch sonst ein sehr realistisches Bild was von dieser Szene gezeichnet wird und deshalb einfach nur Hut ab! Davon sollte es definitiv mehr geben, allein damit das Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt und gezeigt wird was es heißt in vielen Gesellschaften queer zu sein.

Diesbezüglich möchte ich noch erwähnen, dass ein lesbisches Paar vorkommt und das alles nicht sexualisiert wird. Auch sonst wird hier im 1. Band alles sehr realistisch und authentisch dargestellt, heißt also eine Liebesgeschichte drängt sich nicht unnötig in den Vordergrund und nimmt auch nicht den Fokus von den schweren Themen. Es ist auf jeden Fall mal schön einen Manga zu haben bei dem es um LGBT geht und in dem das nicht glorifiziert und sexualisiert wird. Oder in dem Sachen romantisiert werden, die definitiv romantisiert werden sollten.

Die Zeichnungen sprechen oft für sich und vor allem bei Tasuku sieht man immer sofort wie es ihm gerade geht. Es gibt immer wieder Details in manchen Panels zu entdecken und mir haben am meisten die Landschaftsbilder/Hintergründe gefallen.

Man merkt auf jeden Fall wie viel Arbeit in die einzelnen Charaktere gesteckt wurde und das alle einen gewissen Zweck erfüllen. Wahrscheinlich lernt man erst im Laufe der Reihe mehr über diese, denn in diesem Band liegt der Hauptfokus auf Tasuku und dem Weltenaufbau.

#2. Band: 

Hier im Band wird sich mit dem Thema Transsexualität auseinander gesetzt. Aber auch so wichtigen Themen wie Gruppenzugehörigkeit und man nicht immer einer Meinung sein muss, geschweige denn alle nett zueinander sind nur weil sie alle LGBT sind. Und wie im vorigen Band tauchen natürlich wieder Vorurteile und Diskriminierung gegenüber LGBT auf.

Was auch mal wieder auffällt ist, dass nicht nur eine Geschichte erzählt wird. So gut wie alle Hauptprotagonisten haben unterschiedliche Probleme, die größtenteils mit ihrer Sexualität zusammenhängen. Und genau das finde ich gut umgesetzt, schließlich wird nicht nur einmal gezeigt wie vielschichtig ein einziges Problem sein kann. Meist wird über all das geredet und man versucht einander zu helfen, was aber nicht immer so glückt.

Das alles überfordert die jüngeren in der Gruppe, immerhin sind sich beide noch nicht so wirklich sicher wer sie sind und man bekommt sehr deutlich gezeigt zu was diese Unsicherheit führt. Und genau die Szenen haben mich richtig traurig und auch wütend gemacht. Das spiegelt auch sehr gut die Realität wieder, immerhin bekommen sie ja von Außen nicht nur einmal gesagt wie falsch es ist queer zu sein.

Die Zeichnungen sind mal wieder phänomenal und fangen genau die Emotionen/Atmosphäre ein. Aus dem Grund gibt es auch mal wieder relativ wenig Dialog auf vielen Seiten.

#3. Band: 

In diesem Band ist ein sehr großes Thema Transphobie/Transfeindlichkeit, aber auch Homophobie kommt vorher. Vor allem was ersteres betrifft war ich echt erstaunt wie realistisch das alles dargestellt wurde. Und genau das hat mich unheimlich wütend gemacht und ich hätte gerne der Person die Meinung gesagt. Und es zeigt einfach einmal wieder, dass eine gute Absicht keine Entschuldigung sein darf und man sich deshalb nicht wie die Axt im Wald verhalten darf. Man sollte auch mit den entsprechenden Menschen reden und keine Entscheidungen über deren Köpfe hinweg fällen, schließlich wissen sie es besser als jeder andere wie es ist zum Beispiel transsexuell zu sein. Deshalb ist es auch wichtig das alles genau so dem gegenüber zu vermitteln und nicht immer klein beizugeben, nur weil die Person ja keine bösen Absichten hatte. Und nur weil man eben queer ist, muss man nicht zwangsläufig das jedem mitteilen oder eine große Sache draus machen. Die Entscheidung das anderen mitzuteilen sollte immer bei demjenigen selbst liegen und das wird auch mehrfach angesprochen.

Was ich auch noch total gut finde ist, dass kein Charakter im Manga nur eine Ansammlung von Klischees ist. Das springt am meisten bei den Hauptprotagonisten ins Auge und man merkt einfach wie viel Mühe sich der Mangaka beim Ausarbeiten dieser gemacht hat.

Ein anderer Pluspunkt ist die unglaubliche Charakterentwicklung, die Tasuku durchmacht. Wenn man ihn mit dem ganz zu Beginn vergleicht, dann ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und da zeigt sich einfach einmal wieder wie wichtig es ist Anschluss zu finden und sich mit Leuten austauschen zu können, die ähnliches erlebt haben und eben auch queer sind.

#4. Band: 

In diesem Band werden unter anderem Asexualität und Non-binär bzw. Genderqueer(nonbinary: wenn man sich weder männlich noch weiblich fühlt) kurz thematisiert und damit haben ja einige Menschen ganz schöne Probleme. Mir hat die Herangehensweise sehr gut gefallen und es stimmt einfach, dass man nicht allem ein Label verpassen kann bzw. nicht alles in Schubladen einsortierbar ist. 

Obwohl dieser Teil vergleichsweise mehr Seiten und Kapitel hat fühlte es sich beim Lesen nicht so an. Ich bin richtig durch die Kapitel geflogen und wollte einfach nur wissen wie es weiter geht. Durch die zusätzlichen Seiten bekommt auch jeder Handlungsstrang den Platz, den er braucht um gut zu Ende erzählt zu werden. Alle Fragen werden nicht geklärt, aber das empfand ich nicht weiter schlimm. So ist es im Leben ja auch und alles andere wäre einfach zu konstruiert und gewollt gewesen. 
Auch wenn die Reihe ein wirklich schönes Ende hat, finde ich es schade Abschied von dieser nehmen zu müssen. Wenn man sie unnötig in die Länge gezogen hätte, dann wäre es unweigerlich zu vielen unschönen Wiederholungen gekommen und so kann an sich als Leser den Fortlauf der Geschichte selbst vorstellen. Letztendlich ist es halt ein sehr realistisches Ende und alles andere hätte einfach nicht gepasst. Schließlich werden hier so viele wichtige und ernste Themen angesprochen und ein erzwungenes, märchenhaftes Ende würde einfach die falschen Signale setzen und all das was davor passiert war in ein falsches Licht rücken. Ansonsten würden bestimmte Verhaltensweisen romantisiert und genau das sollte einfach nicht sein.

Fazit

Ich finde es schön wie viele wichtige innerhalb der vier Bände aufgegriffen wurden, die vor allem männliche Teenager betreffen. Aber auch ansonsten werden viele Themen aufgegriffen der LGBT-Community aufgegriffen und genau das liebe ich an dieser Reihe.

Mittwoch, 25. September 2019

#29 Booktalk - Morgen ist leider auch noch ein Tag

Hallo,

vor wenigen Tage hatte ich "Morgen ist leider auch noch ein Tag" von Tobi Katze gelesen. In dieser Autobiografie geht es um die Themen Depression und Selbstmord und auch Humor. Ob diese drei Themen wirklich zusammen passen erläutere ich im nachfolgenden Teil.





Tobi Katze ist Poetry Slammer und Autor. Hier in diesem Buch erzählt er wie es war die Diagnose "Depression" zu bekommen und sich mit der Krankheit zu arrangieren. Selbstironisch berichtet er aus seinem Alltag und nimmt sich und die Depression dabei nicht ganz so ernst. Er zeigt immer wieder, dass das alles wenig mit Traurigkeit zu tun hat. Ihm ist es wichtig offen darüber zu reden und Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Vor der Diagnose war er es gewohnt die Leere mit viel Alkohol und Parties und den falschen Freunden zu füllen und alles dafür zu tun, damit niemand ahnt wie es in ihm aussieht. 

Das Buch hat wirklich lange auf meiner Wunschliste herum gedümpelt und ich war mir immer unsicher, ob es mir wirklich gefallen könnte. Dabei hatte ich schon viel darüber gelesen und eigentlich trifft das genau meinen Humor. Und dann habe ich es per Zufall in einem öffentlichen Bücherschrank gesehen und musste es einfach mitnehmen. Und ich musste feststellen, dass mich das Buch sehr gut unterhalten hat. Ich habe es schlussendlich ab der Hälfte in einem durch gelesen und ich konnte mich an wirklich vielen Stellen wiederfinden. Ich habe im Gegensatz zum Autor jedoch so gut wie keine Erfahrung was Partys oder Alkohol betrifft, aber was den Rest betrifft habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. 

Man bekommt einen relativ tiefen Einblick in das Leben des Autors und wie es für ihn war mit die Diagnose "Depression" zu bekommen und wie er und sein Umfeld darauf reagierten. Ob sich das alles genau so zu getragen hat erfährt man nicht, aber aus eigener Erfahrung weiß ich wie nah dran die einzelnen Geschehnisse an der Realität sind. Denn mit vielem was der Autor konfrontiert wird erlebt man selbst, wenn man auch diese Diagnose hat. Und ich habe selbst schon oft erlebt wie überfordert viele damit sind und wie viele trotz aller möglichen Aufklärungskampagnen Depression mit Traurigkeit oder Faulheit gleich setzen und es als eine Art Modeerkrankung ansehen. Es ist leider nun einmal eine Krankheit, über die viel zu wenig gesprochen wird und über die es leider viel zu viele Vorurteile gibt. Wobei man hier auch klar stellen muss, dass die Depression viele Gesichter hat und der Autor hier nur zeigt wie sie sich in seinem Fall äußert. 

Schließlich ist in den Augen von viel zu vielen "nur" eine Art Traurigkeit und viele setzen das mit einer Charakterschwäche gleich, die man nur überwinden muss. Und wenn das nicht klappt, dann gibt es ja noch immer Pillen und da muss nur fest genug an die Wirkung glauben. Dass das alles sehr wenig mit der Realität zu tun hat spielt da oft keine Rolle und leider denken auch einige Betroffene so. Auch eine Depression kann einem mitunter das Leben kosten und genau das wird hier thematisiert. Wie der Autor mit dem Thema Suizid umgegangen ist mag für manche vielleicht nicht richtig erscheinen, aber jeder hat seine eigene Art damit umzugehen. Der Autor hat eine ziemlich lockere Art damit umzugehen, aber auch das musste er erst lernen. Genauso wie er lernen musste mit der Depression zu leben und Therapie und Medikamente keine Wunderheilung mit sich bringen. Das heißt wer hier ein durchgehend witziges Buch erwartet wird wohl enttäuscht sein. Der Autor berichtet schonungslos auch von den hässlichen Seiten der Depression und die kann man nicht alle mit einem Witz kaschieren oder schönreden.

Auch für Nicht-Betroffene eignet sich das Buch prima um mal einen Einblick in die Thematik zu bekommen. Es ist halt mehr oder weniger ein Alltagsbericht, aber man könnte es auch als lustigen Roman auffassen in dem der Autor einem aus seinem Leben in der Ich-Perspektive erzählt. Das alles kratzt aber noch ziemlich an der Oberfläche der Thematik, das heißt etwas tiefgründiges kann man nicht erwarten. Mich hat es nicht gestört, schließlich habe ich auch nichts philosophisches und tiefgründiges erwartet.

Aufgrund der Längen kann ich dem Buch trotz des Lobes nur 4,5 von 5 Sternen geben. Alles in allem hat mir der Erfahrungsbericht auf alle Fälle gezeigt nicht alleine mit dem Problem zu sein und einige Passagen haben mich auch zum Lachen und Schmunzeln gebracht. Und das Buch zeigt einfach, dass man eine Depression auch mit Humor nehmen kann.

Habt ihr dieses Buch schon gelesen? Wie fandet ihr es oder habt ihr noch vor es zu lesen? Sollte es mehr Bücher über psychische Erkrankungen geben? Gerne verlinke ich hier eure Rezension.

Viele Grüße

Mittwoch, 11. September 2019

#28 Booktalk - All the bright places

Hallo,

Im August hatte ich das Buch "All the bright places" von Jennifer Niven gelesen. Bei dem Buch geht es um die Themen psychische Erkrankungen, Selbstmord und vieles mehr und da ich mich einfach nicht kurz fassen konnte, gibt es darüber einen Booktalk. Es ist halt ein Thema welches mir sehr nahe geht und ich finde es sollte mehr Bücher geben in denen psychische Erkrankungen nicht romantisiert werden.






Ausgerechnet auf dem Glockenturm der Schule begegnen Finch und Violet. Eigentlich waren beide unabhängig voneinander gewillt dazu ihr Leben zu beenden, doch Finch entschließt Violet kurzerhand dazu zu überreden eben nicht zu springen. Bei einem Schulprojekt bei dem es darum geht ihren Bundesstaat besser kennen zu lernen besteht Finch darauf mit Violet zusammen zu arbeiten. Und so lernt Violet viel über den viel zu lauten Finch kennen, der ihr auch noch zeigt wie wichtig es ist die Tage bis zum Abschluss nicht nur zählen sondern auch tatsächlich zu leben.

Die Handlung wird abwechselnd von Finch und Violet erzählt, so dass man sich von der Gefühlswelt der beiden ein recht gutes Bild machen kann. Man wird auch direkt in das Geschehen hinein geworfen, das heißt es gibt absolut kein Vorgeplänkel. 

Es ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Startpunkt für eine Geschichte, denn beide sind auf dem Glockenturm der Schule um ihr Leben zu beenden und lernen sich dabei kennen. Und man erlebt wie verschieden die beiden mit der Situation danach umgehen.

Alles in allem hält das Buch was es verspricht, denn Violet lernt das Leben zu lieben von Finch, der am liebsten sterben würde. Immer wieder durchlebt dieser Höhen und Tiefen(Manische Phasen und Depression) und genau das wird nachvollziehbar und deutlich dargestellt. Dadurch verläuft auch die Beziehung bzw. die Freundschaft zwischen den beiden nicht rosig und es gibt einfach eine Menge Konfliktpotential. Sie sind halt total das Gegenteil und leben eigentlich in ganz anderen Welten. Zumal der Kontrast zwischen nicht leben wollen und wieder leben wollen(aber nicht wissen wie) wirklich extrem ist und  es deshalb zwangsläufig zu Streit kommen muss.

Aber auch Violets Unfähigkeit Gefühle zu empfinden seit dem Tod ihrer Schwester wird gut dargestellt. Leider vergessen viele, dass auch dieses nicht fühlen können ein Symptom einer Depression sein kann. 


Leider gibt es einige Längen und alles verläuft gefühlt sehr langsam und schleppend. Die Beziehung der beiden baut sich schleichend auf, was eigentlich total realistisch dargestellt wurde aber trotzdem gingen mir diese Längen ab der Hälfte ziemlich auf die Nerven. Zumal die Handlung auch viel zu wenig Überraschungen bot.

So wirklich weiß man zudem nicht warum Finch so handelt und er bleibt bis zum Schluss nicht wirklich greifbar. Und dabei beziehe ich mich nicht ausschließlich auf seine Handlungsgänge und Taten während den manischen Phasen, sondern auch auf die während den depressiven. Vor allem der Schluss lässt einen deshalb unzufrieden zurück, auch wenn das wahrscheinlich der Sinn dahinter sein soll. Schließlich verschwindet Finch einfach wie so oft und da ist es eigentlich auch vollkommen logisch, dass man als Leser nicht mehr weiß als die anderen Protagonisten. Trotzdem hinterlässt die Erzählweise bei einem ein sehr ungutes Gefühl. 

Allein wegen der fehlenden Dicke des Buches fehlt es den Hauptcharakteren an Tiefe und so scheint es als wäre das Hauptmerkmal der beiden die jeweilige psychische Erkrankung. Es passiert halt relativ Handlung auf so wenigen Seiten und deshalb wirken die Charaktere auch ziemlich unausgereift. So viel es mir auch schwer eine Bindung zu ihnen auszubauen. Die Nebencharaktere bleiben zudem blass und austauschbar.


Das Buch hat bei mir ein wirklich beklemmendes Gefühl hinterlassen. Hier möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen: Lest das Buch nicht, wenn ihr psychisch labil seid oder euch Themen wie Selbstmord oder allgemein psychische Erkrankungen triggern könnten. Finch leidet unter einer bipolaren Störung und Violet hat seit dem tödlichen Unfall ihrer Schwester mit einer schweren Depression(vermutlich) zu kämpfen. 

Hierbei handelt es sich zwar um ein YA-Buch, aber trotzdem ist es nicht ohne. Am Schreibstil merkt man natürlich auch das Zielpublikum, was ich aber nicht schlimm fand. Schließlich sind solche Bücher extrem wichtig für junge Leute, denn leider ist das Stigma was psychische Erkrankungen betrifft riesig und darüber wird einfach viel zu selten gesprochen. Es werden halt deutlich die Denkweisen eines suizidalen Menschen gezeigt ohne dabei ins melodramatische abzudriften(nicht jeder suizidale Mensch denkt so, aber das sollte ja klar sein). Vor allem wird hier nichts romantisiert, sondern schonungslos darüber geschrieben wie das Leben mit solchen Erkrankungen ist.

Wer hier jedoch Tiefe erwartet ist fehl am Platz, es ist halt ein YA-Buch. Das macht es nicht zu einem schlechten Buch, schließlich habe ich von vorne herein auch nichts anderes erwartet. Es soll halt einem ein Einblick geben und nicht mehr. 

Die Autorin greift hier auf eigene Erfahrungen zurück und das merkt man auch, denn alles wird sehr authentisch erzählt.

Alles in allem ist es ein durchaus lesenswertes Buch und somit würde ich 3,5 von 5 Punkten vergeben. Es gibt einige Kritikpunkte und hätte es ein anderes Zielpublikum, dann würde ich es auch um einiges schlechter bewerten. Die beiden Hauptprotagonisten sind zudem nun einmal Teenager und das sollte man sich immer wieder vor Augen führen.

Habt ihr dieses Buch schon gelesen? Wie fandet ihr es oder habt ihr noch vor es zu lesen? Sollte es mehr Bücher über psychische Erkrankungen geben? Gerne verlinke ich hier eure Rezension.

Viele Grüße

Sonntag, 17. März 2019

#186 Bücherregal - Du bringst mein Leben so schön durcheinander








Titel(Deutsch)Du bringst mein Leben so schön durcheinander
AutorClaire Christian
VerlagThienemann Verlag
GenreRoman/YoungAdult
Seiten320 Seiten
Meine Bewertung
5/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Als Gideon den Nebenjob bei einem Schnellrestaurant annimmt, lernt er Ava kennen. Die beiden gehen auf die gleiche Schule und sind grundverschieden. Lediglich das hadern mit ihren Problemen eint sie, denn beide haben mit ihrem Leben zu kämpfen. Mit der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft. Doch als sich daraus mehr entwickelt droht es chaotisch zu werden.

Review

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, wobei er alles andere als bildhaft ist. Das passt auch zum eher ruhigen Handlung.
Diese wird abwechselnd aus der Sicht von Ava und Gideon erzählt. Das merkt man nicht nur am Schreibstil, sondern auch an der unterschiedlichen Gedankengängen und ich finde es gut umgesetzt. Beide sind einfach komplett unterschiedlich nach außen, auch wenn sich einige ihrer Gedankengänge durchaus ähneln.

Der Handlungsverlauf ist eher langsam und ich finde es schön, wie sich die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten mit der Zeit verändert. Es wäre einfach vollkommen unrealistisch gewesen, wenn das von jetzt auf gleich passiert wäre.

Was ich schön finde ist, dass das Kintsugi(japanische Art um zerbrochene Keramik zu reparieren -> Risse werden mit Lack/Kittmasse(versetzt mit Gold-/Silber-/Platinpulver) aufgefüllt) verwendet wird um die Freundschaft der beiden zu beschreiben. Es ist eine schöne Metapher, welche auch auf dem Cover wieder zu finden ist.

Bemerkenswert finde ich auch die gefühlvollen Gedichte, die wirklich gut ins Deutsche übersetzt wurden. Sie spiegeln Gideons Gefühlswert wieder. Ich finde es passt auch zu Gideon, dass er den Vorschlag mit den Briefen macht. Diese Briefe werden mit unterschiedlicher Schriftart im Buch abgedruckt und ich finde es schön, wie diese in die Handlung eingebaut wurden.
Die Handlung schaukelt sich im Laufe immer weiter hoch und entlädt sich quasi gegen Ende. Mich hat das Ende definitiv überrascht, denn ich hatte mit etwas ganz anderen gerechnet. Trotzdem zeigt es auch, dass nicht immer alles so ist wie es scheint und das macht das alles nur noch realistischer und ergreifender. Oft habe ich das Buch auf Seite legen müssen, da es mich doch ziemlich mitgenommen hat.


Fazit

Das Buch ist nichts für Leser, die durch Themen wie Depression, Selbstverletzendes Verhalten, Tod oder Suizid getriggert werden könnten. Obwohl ich aufgrund des Themenkomplexes anfangs eher skeptisch war, bin ich im Nachhinein froh dieses Buch gelesen zu haben. Die Autorin geht wirklich sensibel mit dem Ganzen um und es ist eine realistische und authentische Handlung. Es ist halt nicht alles rosarot, nur weil man sich in jemanden verliebt und das wird hier mehr als deutlich gezeigt. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und genau das kann einen in den unpassendsten Momenten zum Verhängnis werden.

Die Geschichte an sich ist unglaublich emotional und tiefgründig. Man merkt einfach wie überfordert die beiden sind und wie wenig sie ihre eigenen Gefühle unter Kontrolle haben. Vor allem das unerwartete Ende unterstreicht das alles noch, denn das zeigt einfach zu was einzelne Handlungen in emotionsgeladenen Situationen führen können. Im Gegensatz zu anderen Romanen mit dem Themenkomplex ist im Grunde alles andere dramatisch, was ich gut finde. Das Buch überzeugt einfach mit den vielen ruhigen und normalen Abschnitten und zeigt, dass der Fokus bei so etwas nicht zwangsläufig auf den Schattenseiten eines solchen Schicksalsschlages liegen muss. An sich regt es einfach zum Nachdenken an und zeigt, dass das Leben auch nach so etwas weiter geht.

Mittwoch, 23. Mai 2018

Something you can't explain

Guten Tag,

heute habe ich euch ein Gedicht mitgebracht. In diesem geht es um SVV und Selbstmord. Das Ganze ist jetzt schon einige Jahre alt und ich hab es durch Zufall auf meiner Festplatte gefunden. Vielleicht gefällt einem ja der Text an sich?


Liebe Grüße

Montag, 23. Juli 2012

Abschied


Im Dunkeln verweile ich vor dem Stein,
zu lang ist es her, da warst du noch mein,
vergessen und vergangen ist die Liebe,
denn es ist nichts mehr da, was mir bliebe.

Im Regen des Blutes standest du da,
immer wieder denke ich, es ist nicht wahr,
du hast dir keinen Schuss gegeben,
du konntest doch nicht einfach aufgeben.

Im Bande der Liebe, fühlten wir uns stets wohl,
doch ich muss verstehen, dir sagen Lebewohl,
ich muss deinen Geist loslassen, dich ziehen lassen,
denn nur dann bekommst du des Friedens Glück zufassen.

Freitag, 4. Mai 2012

Viele Staubkörer bilden mitunter einen Berg - Last Part


[WARNUNG!
Es geht hier explizit um den Tod/Suizid und die Geschichte kann triggern. Bitte nur lesen, wenn ihr mit solchen Themen umgehen könnt!]



Samstag, 28. April 2012

Viele Staubkörber bilden mitunter einen Berg - Part 1

[WARNUNG!
Es geht hier explizit um den Tod/Suizid und die Geschichte kann triggern. Bitte nur lesen, wenn ihr mit solchen Themen umgehen könnt!]



Sonntag, 1. April 2012

Verwitterte Rose - Part 2

"Was ist Heirat?", du hattest mir diese Frage gestellt, gefühlslos.
Ich konnte nicht antworten, ich konnte einfach keine finden.
Was ist Heirat?
Du schautest mich an und beantwortest deine eigene Frage: "Nur ein unterschriebenes Blatt Papier."
Ist das so? Ist es nur ein Papier?
Ich wollte es nicht gehört haben, ich wollte dir nicht glauben.

Wir können uns nicht trennen, hattest du mir einmal erzählt.
Du sagtest immer, dass wir vom Schicksal vorbestimmt sind.
Wir können uns einfach nicht trennen.

Ich versuchte mich an einem verrotteten Baum zu klammern.

Aber es half nicht.

Am Ende ertrank ich fast in meinen eigenen Tränen, weil ich deinen Lebensstil nicht tolerieren konnte, Ich wollte mich einfach nicht trennen.

Aber so wie sich die Jahreszeit geändert hatte, so hatte auch ich mich verändert gehabt.

Du hattest versucht unsere Streits, die ich provozierte, zu ignorieren, oder dass ich deine neue Schnepfe auf unserem Leben entfernen will.
Du hattest versucht daran zu glauben, dass ich einfach aufhören würde so etwas zu tun, eines Tages.

Aber ich es tat es nicht.

Ich begann zu trinken.
Ich begann die Kontrolle zu verlieren.

Wir zerstörten einfach unser Märchen.
Weil Märchen dazu vorbestimmt sind zu sterben, weil im realen Leben kein Platz für ein glückliches Ende ist.

Aber wir konnten uns einfach nicht trennen.
----------------

Hallo!

Und wie gefällt es euch bisher? Soll ich wieder öfters solche Geschichten posten?
Es gibt noch einen dritten und letzten Teil davon, darin erfährt man auch was mit dem blutigen Regen gemeint ist und alles.
Ich habe das ganze frei aus dem englischen übersetzt und leider gibt es im deutschen nicht die entsprechenden Redewendungen. Manche meinen, dass sich mein Text wie ein Gedicht liest und er alles im allen sehr lyrisch angehaucht ist. Denkt ihr auch so?

Bye

Montag, 19. März 2012

Verwitterte Rose - Part 1

Als ich zwanzig Jahre alt war, habe ich gedacht, diese Liebe würde für immer halten.
Ich habe nie daran gedacht, dass der Weg, den wir gegangen sind so früh enden würde.
Ich habe nie daran gedacht, dass ein Regen voller Blut unsere Spuren im Sand des Lebens verdecken würde.
Ich habe es nie in Betracht gezogen, dass all dieses mein geradliniges Leben in eine Achterbahnfahrt verwandeln würde.
Aber es tat es.

Wir waren daran gewöhnt in einer Mittelklasse-Nachbar aufzuwachsen und zu leben. Unsere Liebe schien so natürlich, so als ob wir vom Schicksal bestimmt gewesen wären, zusammen zu sein.

Als ich mit 24 Jahren schwanger geworden bin, hatte ich aufgehört im Büro zu arbeiten und du hattest dein bestes gegeben als Wissenschaftler, mehr als je zuvor.
Alles schien so natürlich.
Wie unsere Tochter älter wurde, so bist auch du auf der Leiter des Erfolgs nach oben geklettert.

Du warst 26 Jahre alt, als du dein eigenes Team bekommen hattest, mit dem du durch das gesamte Land gereist bist. Du verdientest mehr und mehr Geld und du begannst immer mehr und mehr von dir selbst zu verlieren.
Manchmal warst du Monate lang nicht zurück gekommen.
Aber es störte mich nicht, weil ich einfach nur glaubte, dass du treu wärst.
Aber das warst du nicht.

Aber ich wollte es einfach nicht glauben. Jeder einzelne Hinweis auf deine unzählbaren One-Night-Stands schienen nicht sichtbar für mich. Ich wusste einfach nicht damit umzugehen.
Ich wollte nie unser Leben zerstören.

Aber so wie sich die Jahreszeit geändert hatte, so hattest auch du dich verändert gehabt.

Ich hatte versucht deine Affären zu ignorieren, auch als du sie in unser Haus eingeladen hattest, ganz so als wäre es das natürlichste der Welt gewesen.

Ich versuchte zu glauben.

Aber du hattest dich selbst verloren, in dem du erfolgreich geworden warst.
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Übersetzung ganz frei aus dem Englischen. Bitte schreibt mir euren ersten Eindruck ♥ Und was ihr denkt, was passieren wird ♥ Es gibt nämlich noch einen zweiten Teil.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Selbstmord

Das Schicksal spielt gern Katz und Maus,
treibt dich aufs Meer hinaus,
willst nicht mehr leben auf dieser Welt,
hoffst dass dein Boot am Felsen zerschellt.

Das Schicksal hat die Karten schon gelegt,
der Wind der über die Meere fegt,
hattest es nie so leicht und bequem,
wie manch anderer auf dieser grausamen Welt.

Da ein Felsen in der dunklen Nacht,
der Sensenmann erwacht,
schwingt seine Sense über dir,
tausend kleine Stücke treiben auf dem Meer.

Lang kein junges Leben mehr,
was auf dieser Weise verging.

Samstag, 18. Dezember 2010

Deine Worte

Tausend kleine Lügen,
wie oft willst du mich betrügen?
Tausend scharfe Messer,
der Schmerz macht alles besser.

Blutiges Versprechen für Ewigkeiten,
es wird weh tun, zu allen Zeiten,
aber was ist nur der Schmerz
wert, tief in meinem Herz'?

Ich bin wertlos wie die Zeit,
mein letzter Schritt ist nicht weit,
lass uns springen, fliegen,
wie die Vöglein, lass uns fliegen.

Alles wird für mich ausgesucht,
nur eins ist mein: Das Ende



Guten Tag meine Leser,

heute gibt es einmal wieder ein Gedicht.

Ich habe es wegen einer Person geschrieben, die einmal mein Leben ausgemacht hat. Wir waren beste Freunde, über 6 Jahre lang. Bis ich sie dieses Jahr über E-Mail eiskalt abserviert habe. Sie gibt mir nach wie vor an allem die Schuld, dabei trage ich an dem ganzen die wenigste Schuld.

Viele kennen das ja, man hat kaum Geheimnisse voreinander als beste Freundinnen. Im großen und ganzen war es auch bei uns so, aber man kann ich halt nicht alle Dinge erzählen. Nach und nach hatte ich ihr von den vielen negativen Dingen in meinem Leben erzählt, immer nur ein kleines Stück.
Und genau daraus hat sie mir einen Strick gedreht. Eine Freundschaft kann ja nicht so funktionieren, wenn man nicht alles voneinander weiß.
Da frage ich mich immer, was die Leute denn von mir hören wollen?
Wie oft ich schon zusammen geschlagen wurden bin und wie oft mir schon Unrecht getan wurde?
Oder wie mies mein Leben doch ist, obwohl ich nach Außen hin ein sehr gutes Leben führe?
Wie schlecht meine Kindheit war, obwohl ich so viele Dinge hatte, die andere nicht hatten?
Wie oft ich schon versucht habe einfach zu wegrennen und Lebewohl zu sagen?

Warum können es die Leute nicht verstehen...? Es gibt Geheimnisse, die sollten auch Geheimnisse bleiben. Immer wenn man von solchen negativen Erlebnissen erzählt, tun sie es als nichtig ab. Man kann sich ja auch schlecht in etwas hinein versetzen, was man noch nie erlebt hat. Wenn man 9 Jahre am Stück pausenlos das Mobbingopfer war, dann kann man irgendwann nicht mehr. Und es gibt nicht immer die Möglichkeit sich zu wehren, das ist Quatsch. Als ich zurück geschlagen habe, wurde ich ausgelacht. Bei Gegenwehr haben sie mich festgehalten und immer wieder zugeschlagen. Jeder wusste davon, aber keiner half. Ich habe mich nie als Opfer angeboten, ich habe immer versucht aus dem Teufelskreis heraus zu kommen. Aber egal wie viele Freunde ich gewann, ich habe nie einen Ausweg gefunden.

Es ist nicht so, als würde ich meinen Freunden misstrauen. Aber ich schweige lieber, anstatt andere mit meinen Sorgen zu belasten.

Viele liebe Grüße

Sonntag, 21. November 2010

Gefangen in der Dunkelheit

Und wieder einmal war nichts geblieben,
schon wieder bin ich allein gelassen wurden,
schon wieder habe ich alles verloren,
für das es sich zu kämpfen lohnt.
Wie wird es wohl weitergehen?
Gibt es überhaupt einen Weg,
eine Fluchtroute die ich nehmen kann,
um mal wieder aus diesem Leben zu fliehen,
eine die ich ohne rote Tränen und Reue begehen kann,
eine die mich nicht wieder in die Irre leitet?
Gibt es vorgeschriebene Wege mit Fallen für einen wie mich,
einen notorischen Verlierer, ein Fall der hoffnungslos erscheint?
Nein bestimmt nicht.
Ich habe alles weggeworfen für die eine Chance
und diese Chance habe ich hoffnungslos verspielt.
Wie kann man nur so töricht sein und sich einbilden,
man hätte gewonnen, obwohl es nicht stimmt?
Mir hätte es von Anfang an nicht ganz koscher vorkommen sollen,
genau zu dem Zeitpunkt als ich die Türklinke berührte.
Doch ich ging weiter, blickte mich nicht um.
Ohne Reue startete ich durch, ohne an die Konsequenzen zu denken.
Die Folgen erleide ich jetzt, unter Tränen.
Wieder einmal bin ich allein gelassen,
wieder einmal bin ich enttäuscht wurden.
Es klingt vielleicht naiv,
aber ich habe geglaubt alles wird anders,
dieses eine Mal.
Doch wieder hat mich dieses Gefühl betrogen
und wieder hinter das Licht geführt.
Erst die kalte Klinge führte mich zurück auf den richtigen Pfad,
einen Pfad den ich schon lange verlassen wollte.
Ich war nur immer zu schwach und kehrte zurück.

Freitag, 22. Oktober 2010

AskMe

Hallöle =:D


Heute gibt es ein Gedicht. Ich habe es damals auf Englisch geschrieben und jetzt wieder zurück übersetzt habe. Es sind die Gefühle, die ich damals hatte und die ich wieder einmal verspüre. Aber es ist okay so, ich werde damit klar kommen.

Viele liebe Grüße



Ich bin hier alleine,
stehe einsam auf dem Dach,
schaue von diesem runter,
sehe mein Leben
an mir vorbei ziehen.

Jeder geht alleine für sich,
sie kümmern sich nicht,
es ist wie immer.

Ich kann jetzt springen,
niemanden interessiert es.

Ich kann für immer leben,
es ist nicht wichtig,
für niemanden.
Ich weiß nicht
was ich wählen soll.
Ich möchte nicht mehr leben, 
diese verdammte Lüge.

Ich weiß nicht,
ob der Freitod
wirklich beweist,
dass ich gelebt habe,
dass die vielen Narben
meiner Vergangenheit
Realität sind.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Morgengrauen

Heute früh während dem Morgengrauen,
fragtest du, wo sei mein Selbstvertrauen,
lasset uns gemeinsam springen von dort oben,
du wollest nur unsere Grenzen erproben.

Ich wollte dir nicht widersprechen,
unser Bündnis sollte nicht zerbrechen,
ich schaute dir in die Augen und sprang,
merkte früh, ich tat es im Alleingang.



Ich schaue nach oben in deine Augen,
am liebsten würde ich es nicht glauben,
du hast mich einfach weggeworfen,
genau wie all die anderen zu vor...

Montag, 24. Mai 2010

Erinnerungen

Guten Abend~

24. Juni 2006
So wie alle gingn,
ohne ein Wiedersehen,
so werd ich es auch machen,
verschwinden von hier,
auf dem einen Weg.

Das Messer wird mir helfen,
die Sache durchzustehen,
nicht zurück zu blicken,
das gute noch mal zu sehen,
und wieder zurückzukehren.

Das Blut soll fließen,
meinen Weg malen,
die Botschaft unterzeichnen,
die ich denen hinterlass,
die mich verletzten...

Und nur wenige Monate danach(2 1/2 Monate...) wurde es fast wahr... Und heute wünsche ich mir, es wäre wahr geworden. Die Person, die mich am Leben erhalten hat hasst mich, abgrundtief. Die Gründe sind simpel, teils bin ich es selbst Schuld. Aber es ist vorbei... Die Fehler sind gemacht wurden und dieses mal kann ich nicht verzeihen. Sie auch nicht.

Bye Bye~

Mittwoch, 16. Juli 2008

Selbstmord

Du denkst, du bist ein Verlierer, ein Niemand, denkst dieses vom ganzen Herzen.
Und dann, macht dann das Leben noch Sinn? Macht es noch Sinn, in der Einsamkeit zu verweilen?
Das Leben ist hoffnungslos, trotz allem willst du das ich lebe.
Siehst du nicht meine Schmerzen? 

Oder willst du sie verschweigen? 
Lass mich selbst entscheiden, Tod oder Leben.
Ich brauche nichts, niemanden. Ich bin mein bester Freund.
An meiner Seite, da bin ich.
Immer ich.
Und ich werde es sein, der diesem Leben ein Ende bereitet.
Schnitt.

Sonntag, 15. Juni 2008

Gefühle: unwichtig...

Ich bin nicht gut darin diesen Schmerz zu ertragen,
fühle mich gefangen im niemals endenen Regen.

Ich kann diesen Weg nicht länger gehen,
ich kann dich nicht mehr wie vorher ansehen,
dieses ist ein Traum, ein ewiger Alptraum,
sehe, ich sterbe in den Fluten von Verzweiflung.
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Ich sitze herum,
denke wieder nach,
wo ist die Antwort,
die ich nicht finde.
Nur Situationen
der Vergangenheit
kommen mir in den Sinn.

Ich muss es verstehen...
Du gingst für immer...
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Schwach, ist Schwäche verkehrt?
Hilfe, helfen ist tabu?
Leben, und leben lassen fatal?

Warum drehst du mir den Rücken zu?
Weil ich Fehler habe?
Weil ich nicht perfekt bin?
Weil auch ich zerbrechen kann?

Hass, hassen ist richtig?
Freundschaft, nicht erstrebenswert?
Sorge, sorgen ist überflüssig?

Trauere nicht um mich.
Denn ich bin es nicht wert.
Vergebe mir nicht.
Denn ich bin es schuld.

Schlaf, schlafen nicht wichtig?
Tränen, weinen wirklich nur Schwache?
Blut, ein Zeichen meiner Schwäche?

Komm dreh dich um.
Sag es mir ins Gesicht.
Ich soll sterben,
sag es mir ins Gesicht!

Sonntag, 11. November 2007

Vorbei ist die Liebe

Im Dunkeln verweile ich vor dem Stein,
zu lang ist es her, da warst du noch mein,
vergessen und vergangen ist die Liebe,
denn es ist nichts mehr da, was mir bliebe.

Im Regen des Blutes standest du da,
immer wieder denke ich, es ist nicht wahr,
du hast dir keinen Schuss gegeben,
du konntest doch nicht einfach aufgeben.

Im Bande der Liebe, fühlten wir uns stets wohl,
doch ich muss verstehen, dir sagen Lebewohl,
ich muss deinen Geist loslassen, dich ziehen lassen,
denn nur dann bekommst du des Friedens Glück zufassen.