Freitag, 5. Juli 2019

#217 Bücherregal - Die Angst schläft nie


TitelDie Angst schläft nie
AutorRachel Caine
VerlagEdition M
GenrePsychothriller
Seiten380 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Bisher war Gina immer der Meinung, dass sie zusammen mit ihrem Mann Mel ein sehr schönes und ruhiges Leben führt. Bis ein Auto in ihre Garage fährt und ihr Mann als Serienmörder zu Tode verurteilt wird. Von einem auf den anderen Tag liegt ihre ganze Welt in Scherben und leider haben es einige Menschen auf Rache abgesehen. Sie und ihre Kinder nehmen neue Identitäten an, doch trotzdem kehrt keine Ruhe in ihr Leben ein. Sie kaufen sich ein Haus in Tennesse und Gwen(ehemals Gina) hat endlich das Gefühl angekommen zu sein. Bis auf einmal die Leiche einer jungen Frau im See gefunden wird und vieles an dem Mord ähnelt der Vorgehensweise von Mel. War das wirklich ihr Ehemann, will ihr jemand eine Botschaft senden oder ist das alles nur ein Zufall?

Review

Die Handlung wird ausschließlich aus Gwens Sicht erzählt und die Kapitel sind sehr lang. So fällt es einem leicht dem Geschehen zu folgen, die Orientierung zu behalten und da man nicht weiß was die anderen Charaktere gerade machen bleibt das alles spannend.

Es lässt sich flüssig lesen und durch den bildhaften Schreibstil kann man sich alles gut vorstellen. Ich hatte direkt eine idyllische Landschaft mit vielen Hügeln, Wald und wenigen Häusern im Kopf. Halt eine typische Szene aus einem Psychothriller(Film). Die Kulisse an sich ist zwar etwas abgedroschen, aber ich lese gerne Bücher mit dieser.

Vieles über die Vergangenheit von Gina erfährt man erst im Laufe der Handlung, weshalb sich erst nach und nach ein vollständiges Bild ergibt. So versteht man auch erst gegen Mitte bzw. Ende warum Gina/Gwen zu gewissen Schutzmaßnahmen greift und versucht ihr Kinder vor allem möglichen abzuschirmen. Ohne all das Wissen erscheint sie einem viel zu paranoid und als würde sie aus einer Mücke einen Elefanten machen.

Ganz am Anfang ist die Handlung sehr spannend, jedoch gibt es ab der Mitte des Buches einfach zu viel Längen. Es passiert lange einfach gar nichts ehe es wieder total spannend und rasant weiter geht. Und das Gina/Gwen gegenüber ihren Kindern Schuldgefühle hat wird auch lang und breit erläutert, was ab einem gewissen Punkt einfach nur noch nervt.

Leider passieren dann während diesen Längen auch einige Dinge, die nicht zu Gina/Gwen passen und wo man sich dann auch fragt, ob eine sehr verängstigte Frau wirklich so handeln würde. Das nimmt dem Ganzen dann doch die Authentizität.

Lediglich das Ende fand ich überzogen, da Gwen gefühlt übermenschliche Kräfte hat. Hier hätte die Autorin ruhig einen Gang zurück schrauben können. Und auch sonst wirkt das Verhalten der Polizei etwas weit hergeholt selbst für amerikanische Verhältnisse. Selbst eine kleine Dorfpolizei muss sich im Hinterland an die Gesetze halten!


Fazit

Der Psychothriller beinhaltet sehr aktuelle Themen und ist definitiv nichts für zarte Gemüter. Er zeigt schonungslos die hässlichen Seite des Internet und was sich manche dort erlauben, so lange sie sich hinter einem anonymen Namen verstecken können und den Menschen nicht direkt gegenüber treten müssen. Es wird schonungslos spekuliert und das sie eventuell mit ihrer Vermutung bezüglich Gina Royal vollkommen daneben liegen ist nicht relevant. Viele schrecken vor Stalking und Vandalismus nicht zurück, denn laut ihnen war Gina Mels Helferin. Und genau vor diesen Menschen flüchtet Gina, zieht immer wieder um und entkommt ihnen scheinbar nicht. Dadurch ist sie immer auf der Hut und man weiß nie wie real die Gefahr ist. Genau diese Reaktion auf das Trauma ist real dargestellt und ich kann mir schon vorstellen, dass diese Geschichte durchaus im Rahmen des möglichen in Amerika spielt.

Es geht wie in einigen amerikanischen Thrillern/Psychothrillern ziemlich viel um Waffen, was wahrscheinlich für den ein oder anderen auch ziemlich abwegig klingt.

Was mich wirklich positiv überrascht hat ist, dass hierbei um die Angehörigen des Mörders geht. Wie beeinflusst so etwas die Ehefrau und die eigenen Kindern? Kann man als Ehefrau wirklich von nichts wissen? War sie wirklich das Opfer der Justiz oder ist an den Vorwürfen wirklich etwas dran?

Hierbei handelt es sich um den 1. Teil einer Buchreihe, weshalb es am Ende einen großen Cliffhanger gibt. Ich weiß noch nicht so genau, ob ich den 2. Teil wirklich lesen werde. Natürlich möchte ich wissen wie das alles ausgeht, aber die Längen im 1. Teil waren mir einfach zu viel.

Mittwoch, 3. Juli 2019

Lesemonat Juni


Guten Morgen :)

Hier ist mein Lesemonat Juni und ein kleiner Rückblick.

Für meinen Blog habe ich insgesamt 6.534 Wörter geschrieben und für meine Fanfictions ganze 9.308 Wörter was ganze 528 Wörter pro Tag macht.
Endlich habe ich mich einmal hingesetzt und an den beiden kreativen Projekten gearbeitet. Die Namen der Hauptprotagonisten stehen jetzt endlich fest und zwar habe ich mich auf "Sophia" und "Patrick" bei der Horrorgeschichte und "Marie" und Tim" bei der Geschichte über Freundschaft. Was die anderen Charaktere betrifft habe ich noch keine Namen, aber es stehen schon ein paar gute zur Auswahl. Bei meinem Projekt was jetzt fast genau 13 Monate alt ist bin ich mittlerweile bei 84.000 Wörter. Eigentlich sollte das nur 3 Kapitel mit insgesamt 10.000 Wörter umfassen.


  1. Ende gut, alles gut! von Thomas Herzberg, 211 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  2. Die Öko-Challenge von Komplett-Media, 176 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  3. Selfies vom Mond von André Nagerski, 123 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  4. Der Tote im Strandkorb von Anna Johannsen, 284 Seiten, 2,5/5 Sternen, Rezension
  5. Wenn nicht jetzt, wann dann von Harald Lesch, 369 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  6. To Kill a Mockingbird von Harper Lee, 324 Seiten, 4,5/5 Sternen, Booktalk
  7. Mörderinnen von Veikko Bartel, 240 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  8. Nur eine Ewigkeit mit dir von Kristina Moninger, 300 Seiten, 3/5 Sternen
  9. Retribution Ridge von Anna Willett, 232 Seiten, 1,5/5 Sternen, Rezension
  10. Rabenschwarze Intelligenz von Josef H. Reichhoff, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  11. Watership Down von Richard Adams, 485 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  12. Unbarmherzig von Markus Kleinknecht, 424 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  13. Brainspam von Torsten Sträter, 191 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  14. Wie ich vom Weg abkam um nicht auf der Strecke zu bleiben von Eduard Freundlinger, 276 Seiten, 3,5/5 Sternen
  15. Solange die Hoffnung uns gehört von Linda Winterberg, 471 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  16. One perfect lie - Der Schein trügt von Lisa Scottoline, 412 Seiten, 2/5 Sternen, Rezension
  17. Das Blut der Hirsche von Mons Kallentoft und Markus Lutteman, 397 Seiten, 4,5/5 Sternen Rezension
  18. Mörder von Veikko Bartel, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  19. In all den Jahren von Barbara Leciejewski, 449 Seiten, 4/5 Sternen
  20. Weil mein Herz dich ruft von Jennifer Waschke, 269 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  21. Apocalypse Z von Manel Loureiro, 397 Seiten, 3/5 Sternen
  22. Du bringst mein Leben so schön durcheinander von Claire Christian, 320 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  23. Papst Franziskus von Michael Hesemann, 321 Seiten, 4/5 Sternen
  24. Gier von Marc Elsberg, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  25. Mit allen Mitteln von Jens Bühler, 366 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  26. Universum für Neugierige von Harald Lesch, 258 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  27. Die Stille vor dem Tod von Cody McFadyen, 481 Seiten, 3/5 Sternen, Booktalk
  28. Der Präsident von Sam Bourne, 480 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  29. Savage moon von Cris Simms, 418 Seiten, 3/5 Sternen
  30. Wie Gräser im Wind von Ella Zeiss, 383 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  31. Freak the Mighty von Rodman Philbrick, 192 Seiten, 4,5/5Sternen, Rezension
  32. Von Hoffnung getragen von Ella Zeiss, 416 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  33. Unauthored letters von Tara C. Allred, 392 Seiten, 1,5/5 Sternen
  34. Who the fuck is dracula? von Sebastian Wotschke, 78 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  35. Terms of use von Scott Allan Morrison, 384 Seiten, 3/5 Sternen
  36. Am Ende des Jahres von Anja May, 364 Seiten, 4/5 Sternen
  37. Die Angst schläft nie von Rachel Caine, 381 Seiten, 3/5 Sternen
  38. Suitcase Girl von Ty Hutchinson, 344 Seiten, 1/5 Sternen
  39. Die Einkaufsrevolution von Tanja Busse, 320 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  40. Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson, 476 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  41. Nachts schweigt das Meer von Kate Penrose, 464 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  42. Dry von Neal und Jarrod Shustermann, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  43. Dünenblut von Sven Koch, 352 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  44. Dschungel von Friedemann Karig, 383 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  45. Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte von Anne Freytag, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  46. Juister Mohn von Elke Bergsman und Anna Johannsen, 287 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  47. Hostile Witness von Rebecca Forster, 420 Seiten, 2,5/5 Sternen
  48. Hafenmord von Katharina Peters, 316 Seiten, 3/5 Sternen
  49. The Victims' Club von Jeffery Deavers, 45 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  50. Die Straße des Siegers von Osmar White, 304 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  51. Pata Negra von Eduard Freundlinger, 432 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  52. Bookless von Marah Woolf, 312 Seiten, 3,5/5 Sternen
  53. Der Mann auf der Hallig von Anna Johannsen, 303 Seiten, 4/5 Sternen
  54. Shining von Stephen King, 625 Seiten, 5/5 Sternen
  55. When the water runs out von David Canford, 316 Seiten, 2,5/5 Sternen

Insgesamt 18.820 von 26.250 Seiten und 55 von 75 Büchern, 346 Seiten/Buch

Januar: 11 Bücher, 3.000 Seiten, 273 Seiten/Buch
Februar: 9 Bücher, 3.145 Seiten, 350 Seiten/Buch
März: 8 Bücher, 3.071 Seiten, 384 Seiten/Buch
April: 9 Bücher, 3.008 Seiten, 335 Seiten/Buch
Mai: 9 Bücher, 3.523 Seiten, 392 Seiten/Buch
Juni: 9 Bücher, 3.073 Seiten, 342 Seiten/Buch

Genre
Dystopie: 2
Fantasy: 1
Historischer Roman: 5
Horror: 1
Humor: 2
Klassiker: 2
Krimi: 8
Mystery: 2
Psychothriller: 5
Roman: 7
Sachbuch: 8
Science-Fiction: 1
Thriller: 9
True Crime: 2

Neuzugang
A long way down von Nick Hornby
Friedhof der Kuscheltiere von Stephen King

Rezensionsexemplare
Der Mann auf der Hallig von Anna Johannsen, 303 Seiten
Die Macht der Verzweiflung von Hendrik Falkenberg
Küstenstill von Elias Haller
Noch einmal vielen Dank dafür ♥

Lese ich gerade:
After the Shock von Scott Nicholson
Das Paulusevangelium von Wolfgang Hohlbein
Friedhof der Kuscheltiere von Stephen King


Auf meinem SuB befinden sich noch 5 Bücher und 5 ebooks. Er ist also immer noch sehr überschaubar.

Meine persönliches Highlight war:
Shining von Stephen King, 625 Seiten, 5/5 Sternen

Anfangs war ich wirklich skeptisch gegenüber Shining, weil wirklich sehr lange einfach nichts passierte. Ich kenne das von anderen Bücher vom Autor, dass der Spannungsaufbau wirklich schleppend voran geht und deshalb habe ich das Buch auch weiter gelesen. Es ist ein wirklich gutes Buch aus dem Genre "Horror" und hauptsächlich wird mit den Erwartungen bzw. der Psyche des Lesers gespielt. Also es ist alles typisch für den Autor und man weiß nie so wirklich wie real alles ist.

Und die große Enttäuschung war "When the water runs out" von David Canford mit 2,5/5 Sternen.
Jetzt habe ich genau zweimal die 2,5 Sterne-Bewertung vergeben diesen Monat und trotzdem hat mich nur dieses Buch am meisten enttäuscht. An sich finde ich die Idee sehr spannend, denn in den USA ist in einigen Teilen eine Wasserknappheit und Kanada hat ja wirklich mehr als genug Wasser. Daraus könnte man einen wirklich sehr guten Thriller machen. Was mich jedoch absolut gestört hatte waren die gefühlten 10.000 Bettgeschichten alle paar Seiten. Und das war teilweise so sexistisch und Klischee behaftet, dass ich es einfach nur abstoßend fand. Die weiblichen Politikerinnen bzw. Protagonisten haben sich gefühlt durch alle Betten geschlafen für den Erfolg. Man will an Informationen kommen? Aber erst einmal ab ins Bett mit den Protagonisten! Mitten drin gibt es zum Beispiel eine Verfolgungsjagd mit Wölfen und viel Tod und kurz darauf springen wieder welche in die Kiste und lieben sich plötzlich?! Beim Lesen war ich fast schon dazu geneigt eine Strichliste zu führen bezüglich der Bettgeschichten, weil das alles einfach nur absurd war. Selbst der Schluss passte absolut nicht, der Schreibstil war oft eine Katastrophe und da es ein kostenloses Buch war, konnte ich mich im Endeffekt nur über die vergeudete Zeit ärgern. Da war selbst "Hostile Witness" um einiges besser, aber auch da hätte man viel mehr rausholen können.


Bei der 'Goodreads Summer Reading Challenge' habe ich schon ganze 8 von 21 Punkten erreicht. Ich habe mir ja fest vorgenommen pro Buch nur einen Punkt zu vergeben und deshalb geht es auch so langsam vrran. Und durch diese Challenge komme ich auch gut voran was mein anderes Vorhaben angeht: SUB-Abbau und die Werke von Stephen King nach und nach zu lesen.

Und was die anderen Challenges wie die ABC-Challenge lasse ich mir Zeit. Ich bin ja jetzt schon bei 56 Büchern und ich bin was das betrifft wirklich guter Dinge. Und selbst wenn ich es nicht schaffe ist es ja kein Weltuntergang. Für Vorschläge was Autoren bzw. Titel betrifft bin ich immer offen. Bei dem Buchstaben C schwanke ich zwischen 'Cujo' oder 'Carrie' von Stephen King.

Der Epilog für "Spiel der Liebe"(Fanfiction) ist immer noch nicht geschrieben, aber ich arbeite noch dran. Nach so langer Zeit möchte ich auch einen guten Epilog haben mit einem wunderschönen Ende.
Auch die Videos/Tutorials stehen noch an samt den dazugehörigen Comicstrips. Und ich muss definitiv wieder mehr malen/zeichnen, denn genau das habe ich im Juni kaum getan wegen der Hitze. Leider ist Ventilator aufstellen und alles wegen der Trigeminusneuralgie keine Option und so muss ich halt sehen wie ich damit zurecht komme. Durch die Neuralgie muss ich vor allem im Sommer aufpassen wo ich einkaufe oder mich aufhalte und da ist es dann oft so, dass ich manche Geschäfte erst wieder im Spätherbst aufsuche. Leider bin ich durch die Nervenschmerzen ziemlich windempfindlich und ein Ventilator kann ziemlich schlimme Schmerzattacken hervorrufen, die auch manchmal tagelang andauern. Und bei der Hitze eine Maske bzw. Schal zu tragen ist auch keine Option.

Viele Grüße

Montag, 1. Juli 2019

#42 Montagsfrage



Guten Tag :)

Heute gibt es einmal wieder die Antwort auf die Montagsfrage.

Montagsfrage #42 – Buch mit Notiz?


Um ehrlich zu sein hasse ich es in Bücher zu schreiben. Meistens mache ich mir während dem Lesen auf einem Notizblock(oder per App) ein paar Notizen, aber das war es dann auch.
So wirklich angefangen zu hassen habe ich es erst durch ein paar Lehrpersonen. Die hatten einen immer regelrecht zusammen geschrieen, wenn man ein Buch ohne Notizen/Markierungen vor sich hatte und das selbst wenn ein voll beschriebener Block daneben lag und man wusste wie die Handlung war. Und da konnte ich denen noch 10 Mal erklären, warum ich nichts unterstreiche und markiere oder zwischen den Zeilen schreibe. Mich stört so etwas beim Lesen einfach nur und ich kritzel nur in Texten herum, wenn ich sie extra dafür ausgedruckt habe. Zu dem finde ich es schwierig die Übersicht zu behalten, wenn zwischen jeder 3. Zeile irgendetwas steht. In Klausuren durfte man die Lektüre ohnehin nicht benutzen, weshalb die ganzen Notizen/Markierungen einem ohnehin nichts gebracht hätten.
Wenn ich zum Beispiel eine Textstelle super finde, dann notiere ich sie mir in einem extra Notizbuch in dem nur Zitate sind. Klebezettel halten auch nicht ewig und mich würde es unheimlich ärgern, wenn die mit der Zeit nur noch lose im Buch herumfliegen.
Mir macht es nicht aus wenn andere in ihren Büchern herum kritzeln, so lange ich diese danach nicht zum Lesen bekomme.

Hoffentlich habt ihr eine schöne Woche mit angenehmen Temperaturen. Die Hitzewelle ist dieses Jahr wirklich nicht ohne und ich bin um jeden Tag dankbar an dem die Temperaturen unter 30°C sind.

LG

Sonntag, 30. Juni 2019

#216 Bücherregal - Der Mann auf der Hallig







Titel(Deutsch)Der Mann auf der Hallig
AutorAnna Johannsen
VerlagEdition M
GenreKrimi/Lokalkrimi/Thriller
Seiten303 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Die Leiche von Klaas Rieckert wird mit Fesselspuren auf einer Sandbank entdeckt. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen seit 10 Jahren gesuchten Dreifachmörder handelt. Lena Lorenzen übernimmt die ersten Ermittlungen und versucht den Fall ohne ein großes Ermittlerteam zu lösen, denn die Bewohner der Hallig Hooge sind gegenüber Fremden alles andere als mitteilungsbedürftig. Immer wieder stellt sie sich die Frage wie der Mord an Rieckert mit den anderen drei Morden zusammen hängen könnte.

Review

Typisch für einen Lokalkrimi spielt die Nordsee eine große Rolle und es wird auch des öfteren aufgegriffen wie misstrauisch die Menschen auf der Hallig Hooge sind. Sie trauen anderen nicht und da spielt es auch keine Rolle, ob Lena von der Nordseeinsel Amrum kommt oder eben nicht. Man kann sich die Hallig Hooge gut vorstellen und wie die Menschen dort leben.

Auch die Ermittlerarbeit an sich spielt eine Rolle, denn mitten drin muss Lena den Fall aufgeben, weil eine andere Behöre bzw. Soko die Ermittlungen übernimmt. Das passt ihr natürlich absolut nicht und genau das merkt man beim Lesen auch. Es ist auf jeden Fall spannend zu sehen wie sie mit dieser Situation umgeht und wie sie im Gegensatz zu ihren Kollegen die Menschen auf der Hallig behandelt.

Zudem bietet die Konstellation der einzelnen Charaktere viel Konfliktpotential und dadurch kommen erstaunlich viele als potentieller Mörder infrage. Da muss man zwar beim Lesen allein wegen der vielen Namen höllisch aufpassen, aber das hat nicht weiter gestört.
Der Fokus liegt hier bei den Ermittlungen, das heißt das Privatleben nimmt zwar Einfluss auf die Haupthandlung, aber mehr auch nicht.

Ein weiterer Handlungsstrang beinhaltet ungelöste, alte Mordfälle von vor 10 Jahren. Denn das Mordopfer ist scheinbar der damals gesuchte Dreifachmörder und es stellt sich die Frage, wer und vor allem warum dieser umgebracht wurde. Hängt das etwa mit den damaligen Mordfällen zusammen oder war es reiner Zufall? Dieser Handlungsstrang ist gut in die Haupthandlung verwoben und man erfährt auch ziemlich viel über die alten Mordfälle.
Vor allem das Ende und die vielen Wendungen zwischendurch fand ich überraschend und es war auch eine gute und logische Auflösung des Falls.


Fazit

Lena Lorenzen ist eine durchaus sympathische Ermittlerin. Auch hier bekommt man kurze Einblicke in ihr Privatleben und wie sie mit dem Berufsstress umgeht. Denn die ganze Pendelei zwischen ihrer Wohnung in Kiel, ihrem Freund und dem Einsatzort sind dann doch ganz schön stressig.

Wenn ich es mit dem 1. Teil der Reihe vergleiche, dann sehe ich echt große Fortschritte und ich bin wirklich froh dran geblieben zu sein. Lena ist um einiges greifbarer als Ermittlerin und das Buch ist alles andere als oberflächlich. Es greift ein wichtiges Thema auf und zeigt auch, dass man halt nicht immer die Wahl hat. Und sich manchmal für den Weg entscheiden muss, der einem selbst am wenigsten Schaden zufügt.

Das Buch ist wieder eher kurz und man hat es auch schnell durch gelesen. So eignet es sich prima als Krimi für zwischendurch oder für den Urlaub. Auch hier gibt es keine brutal zugerichteten Leichen oder bildhafte Tatortbeschreibungen o.ä., was ich wirklich gut finde.

Rezension zu "Der Tote im Strandkorb"(Die Inselkommissarin Band 1)
Rezension zu "Juister Mohn"(Die Inselkommissarin(Lorenzen) und Büttner)